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ISTRISCHER OCHSEN

UND JAKOVLJA (St. Jakobsfest)

Jakovlja bzw. das St. Jakobsfest in Kanfanar ist eine der Messeveranstaltungen mit der längsten Tradition. Zum ersten Mal wurde sie noch im altkroatischen Rechtsdokument „Istarski razvod“ (Istrische Grenzziehung) aus dem 14. Jh. erwähnt, in dem steht, dass jeden 25. Juli, in der Pause zwischen der Getreideernte und der Traubenlese, bei der Kirche St. Jakob (etwas westlicher von der Kirche St. Agatha) eine große Messe stattfand. Die Dvigrader und Žminjer haben an der Messe teilgenommen, indem jeder auf seiner Seite geblieben war. Nach Untergang von Dvigrad im 18. Jh. wurde diese Tradition des Festtags zu Ehren von St. Jakobus (Schutzpatron der Tierärzte, Apotheker, Pferdezüchter, Gerber und Kürschner) nach Kanfanar verlegt. Der Messebrauch dauerte jahrhundertelang bis Anfang 50-er Jahre des 20. Jh., als das St. Jakobsfest von der kommunistischen Regierung verboten wurde. Das Verbot dauerte etwa 40 Jahre. Auf Initiative von Verwandten Ivan und Anton Meden wurde Jakovlja 1991 wieder organisiert, diesmal aber mit einer besonderen Attraktion im Programm – der Schau der istrischen Ochsen.  

Von da an versammeln Kanfanar und Jakovlja jedes Jahr die Züchter der istrischen Ochsen und geben ihnen Anstoß zur weiteren Bewahrung dieser wertvollen autochthonen, vom Aussterben bedrohten Rindrasse.

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